Heilungschancen steigen

Forschung gegen Krebs

Die Diagnose ist immer noch ein Schock. Dennoch hat die Medizin deutliche Fortschritte bei der Heilung erzielt. Starben vor 1980 noch mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten, kann heute mehr als die Hälfte gesund werden. Die Überlebensraten nach der Diagnose gehören in Deutschland zu den höchsten in Europa. Denn die Behandlungsmöglichkeiten verbessern sich fortlaufend. So haben Kinder mit Leukämie oder junge Männer mit Hodenkrebs heute sehr gute Aussichten, dauerhaft geheilt zu werden. Auch die Überlebensraten für Lippenkrebs, schwarzen Hautkrebs und Prostatakrebs sind deutlich angestiegen.

Möglich wird das, weil es in Deutschland zum Standard gehört, dass alle am Behandlungsprozess Beteiligten gut zusammenarbeiten: Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen, Sozialdienste und Forschungseinrichtungen.

Zudem werden neue Projekten auf den Weg gebracht, um die Krebsbekämpfung weiter zu verbessern. Beispiel: Ein Modellprojekt in Bayern will Menschen mit einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko in jungen Jahren identifizieren und so der Entstehung von Darmkrebs vorbeugen.

Einen vielversprechenden Ansatz bietet die personalisierte Medizin. Gemeint ist damit, dass Erkrankte zielgenauer und passgenauer auf ihren persönlichen Zustand mit der Krankheit hin behandelt werden. Die Forschung zu personalisierten Therapien hat die Bundesregierung seit 2013 mit insgesamt 650 Millionen Euro gefördert.

Wichtig sind Früherkennung und Diagnose: Beides ist Bestandteil des Nationalen Krebsplanes. Ein Baustein des Nationalen Krebsplans sind die Krebsregister. Darin werden alle wichtigen Daten im Laufe einer Krebserkrankung erfasst, von der Diagnose über die einzelnen Behandlungsschritte und Nachsorge bis hin zu Rückfällen, Komplikationen und Todesfällen. Die Daten helfen, dem Krankheitsgeschehen auf die Spur zu kommen, Früherkennung und Therapie zu verbessern.

Der Bund stellt nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums pro Jahr eine Milliarde Euro für Forschung gegen Krebs zur Verfügung.

Sollte der Krebs nicht heilbar sein, haben Patientinnen und Patienten Anspruch auf eine gute Versorgung auch am Lebensende. Das Hospiz- und Palliativgesetz aus dem Jahr 2015 hat dazu beigetragen, dass schwerstkranke Menschen überall in diesem Land die pflegerische, medizinische, psychosoziale und seelsorgerische Hilfe erfahren, die sie brauchen.

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